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Am 11. März 2011 begann nach einem schweren Erdbeben vor der Ostküste Japans und der darauf folgenden Flutwelle die Reaktorkatastrophe im japanischen KKW Fukushima Dai-ichi. In den folgenden Tagen kam es durch den Ausfall der Kühlung des Komplexes drei der vier Reaktoren zu einer Kernschmelze. In den Tagen des März 2011 kommt es noch zu mehreren Explosionen in der Anlage, große Mengen radioaktiver Stoffe werden in die Luft freigesetzt. 170.000 Menschen aus den am meisten betroffenen Gebieten werden evakuiert. Die Emissionen in der Luft werden etwa in der Größenordnung jener der Katastrophe von Tschernobyl geschätzt. Wesentliche Teile der Emissionen erfolgten und erfolgen allerdings in den Pazifik.

Sieben Jahre nach dem Beginn der Katastrophe steht man noch am Beginn der Arbeiten zur Eindämmung der Katastrophe. Die Maßnahmen zur Reduktion des Eindringens von Grundwasser in die Reaktoren und die damit verbundene Freisetzung von radioaktiven Substanzen ins Grundwasser und den Pazifik zeigt nach dem aktuellen Bericht der IAEA erste Wirkungen. Auch wenn die japanische Regierung versucht durch die Streichung von Unterstützungen für Teile der evakuierten Bevölkerung eine Rückkehr in weniger verseuchte Gebiete der Provinz Fukushima zu erreichen, ist ein normales Leben in den betroffenen Gebieten auf absehbare Zeit möglich. Die verzweifelten Dekontaminierungsmaßnahmen im Bereich des Bodens von denen die IAEA sagt, dass sie „die Bemühungen der japanischen Regierung anerkennt“, haben nur auf versiegelten Flächen eine Aussicht auf zeitlich begrenzten Erfolgt, bis durch Wind und Regen wieder radioaktive Stoffe auf diesen Flächen angelagert werden.

Allerdings ist nicht nur der Mensch von den Folgen der Katastrophe betroffen, auch wenn in Tschernobyl immer wieder versucht wird die Folgen der Reaktorkatastrophe zu relativieren, in dem auf die Rückkehr und positive Bestandsentwicklung von einigen größeren Säugetieren (durch die Aufgabe aller menschlichen Aktivitäten in der gesperrten Zone) hingewiesen wird. Untersuchungen an von der Katastrophe in Fukushima betroffenen Japan Makaken (Macaca fuscata yakui) zeigen Veränderungen im Blutbild, die jenen von den durch die Katastrophe in Tschernobyl betroffenen Kindern ähneln.

Katastrophen wie in Tschernobyl und Fukushima sind recht seltene Ereignisse und im Nachhinein weiß man auch wie diese speziellen Katastrophen jeweils zu verhindern gewesen wären. So verhindert zwar das Lernen aus den Katastrophen auf einer technischen Ebene im besten Fall, dass die nächste Katastrophe sehr ähnlich stattfindet, aber leider nicht die nächste Katastrophe.

Die Erkenntnis, dass sich eine Spezies, deren Ressourcenverbrauch weit über dem liegt was der Planet Erde nachhaltig und langfristig zur Verfügung stellen kann, nicht auch noch leisten kann in regelmäßigen Abständen Teile der Erdoberfläche langfristig unbewohnbar zu machen, setzt sich leider nicht bei allen und nur sehr langsam durch. Es liegt aber in der Hand jeder Einzelnen dazu beizutragen das Ende der Kernenergie noch vor der nächsten Katastrophe herbeizuführen: siehe auch "Maßnahmen zum persönlichen Ausstieg aus der Atomenergie", WUA